Neustadt entsteht
Die Jahreszahl im Gildenamen erinnert an die Stadtgründung. Sie ist kein Beleg für ein lückenlos dokumentiertes Bestehen der heutigen Schützengilde seit 1244.
Chronik S. 5–10Unsere Geschichte · Aus der Chronik von 1994
Tradition lebt in den Menschen, die sie weitertragen. In ihren Begegnungen, ihrer Arbeit für die Gemeinschaft und den Geschichten, die sie miteinander teilen.
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Neustadt, 1951 · König, Vorstand und Magistrat beim AusmarschTradition verstehen
Hinter Fahnen, Schützenhut und Königsvogel stehen Menschen und ihre Zeit. Unsere Chronik erzählt von Neustadt, von Festen und von dem Willen, gemeinsam etwas zu schaffen.
Diese Auswahl macht einzelne Geschichten zugänglich. Kurze Rückblicke treffen auf das, was uns heute als Gilde beschäftigt. Wer tiefer einsteigen möchte, findet die vollständige Überlieferung in unserer Chronik.
01 · Gildegedanke
Die Chronik beschreibt Gilden als freiwillige Gemeinschaften, deren Mitglieder sich bei Krankheit, Tod, Feuer und anderen Notlagen gegenseitig beistanden. Geselligkeit gehörte ebenso dazu wie Verantwortung füreinander.
Quelle: Chronik 1994, gedruckte S. 18–20 · PDF-Seite 20–22. Redaktionell zusammengefasst.
02 · Vogelschießen
1633 wird der Neustädter Papagoien in einer erhaltenen Nachricht erwähnt: Der frühere König Michel Schütte soll den silbernen Königsvogel zurückbringen. Am 8. Mai 1665 wünschte die versammelte Bürgerschaft die Wiederaufnahme des Vogelschießens.
Quelle: Chronik 1994, gedruckte S. 25–26 · PDF-Seite 27–28. Redaktionell zusammengefasst.
03 · Unser Ort
Ein Platz zum Feiern, zum Schießen und zum Zusammenkommen: Die Geschichte unseres Geländes verbindet den Schützenplatz des 19. Jahrhunderts mit dem späteren Schützenhof.
1871 erwarb die Gilde das Gelände zwischen Galgenberg und Poppenberg. Der zunächst angebotene Ersatzplatz am Hafen war für einen sicheren Schießbetrieb ungeeignet. Auf dem eigenen Grundstück entstand 1889 eine Schützenhalle; der Bauplan beschreibt sie mit 17 Metern Länge und 8 Metern Breite. Ihre Vorderseite blieb während der Nutzung offen.
Quelle: Chronik 1994, gedruckte S. 70–71 · PDF-Seiten 72–73. Redaktionell zusammengefasst.

Vom Schützenplatz zum Schützenhof
Nach den Beschlüssen von Stadt und Gilde begann 1963 ein neues Kapitel. Am 29. März setzte Ältermann Max Hoff den ersten Spatenstich. Das neue massive Gebäude umfasste unter anderem Gaststätten- und Aufenthaltsräume, eine Wohnung sowie Wasch-, Umkleide- und Toilettenräume. Es schloss an die bestehende Schützenhalle an.
Zum Vogelschießen 1964 war der Schützenhof fertiggestellt. Harry Döring wurde der erste Gildewirt; die Gaststätte öffnete nun ganzjährig. Die Finanzierung war eine Gemeinschaftsleistung: Neben einem städtischen Darlehen brachten Gildebrüder 25.000 DM über sogenannte „Bausteine“ zu je 100 DM auf.
Die Anlage entwickelte sich weiter: 1965 wurde die Vogelstange für einen größeren und sichereren Vorplatz versetzt. Im Zusammenhang mit dem Bau der Gogenkroghalle entstand 1976 eine neue Küche; 1977 war auch der Gilderaum fertig. Eine neue Theke kam hinzu.
Am 1. Juli 1987 übernahmen Friedrich Borchert und seine Frau Heidi die Pacht. Die historischen Anzeigen erinnern an den Schützenhof als Café und Restaurant, an Musik, Geselligkeit und Familienfeiern.
Quelle: Chronik 1994, gedruckte S. 95–96 · PDF-Seiten 97–98. Angaben zu den Anzeigen nach den hier gezeigten Vorlagen.




Erinnerungen an die Gastlichkeit
Alte Anzeigen erzählen auf ihre eigene Weise vom Leben im Haus. Sie ergänzen die Außenaufnahmen um die Menschen und Angebote, die den Schützenhof prägten.


Historische Bilder und Anzeigen aus dem Gildearchiv · Zeitliche Einordnung nach den übermittelten Bildbeschriftungen. Bilder anklicken, um sie in voller Größe zu öffnen.
04 · Menschen & Erinnerungen
Nach ersten Treffen 1949 und der Gründung der „Neustädter Alten Gilde“ 1950 folgte 1951 der Neuanfang als Neustädter Schützengilde. Am 5. Juli wurde wieder nach alter Weise auf den Vogel geschossen. Vor dem Rathaus erhielt die Gilde ihr Brauchtumsgut zurück.
Quelle: Chronik 1994, gedruckte S. 89–91 · PDF-Seite 91–93. Redaktionell zusammengefasst.

05 · Ehrenamt
1954 stellte Max Hoff sein Modell für den Schießstand vor. In den folgenden Jahren spendeten 70 Schützenbrüder jeweils 100 Mark für den Ausbau. Die Chronik zeigt dazu eine Planierraupe bei den Erdarbeiten.
Quelle: Chronik 1994, gedruckte S. 91 · PDF-Seite 93. Redaktionell zusammengefasst.

06 · Gemeinsam weiter
Am 1. Oktober 1954 gründeten 15 Interessierte den Sportschützenverein. Die Schützengilde unterstützte den Anfang und lieh zwei Luftgewehre aus. Später wurden Anlagen gemeinsam genutzt und weiterentwickelt. Ein Foto hält den Vertragsabschluss vom 23. März 1982 fest.
Quelle: Chronik 1994, gedruckte S. 123 · PDF-Seite 125. Redaktionell zusammengefasst.

Ausgewählte Wegmarken
Die Chronik erzählt auch von Unterbrechungen und Neuanfängen. Diese Auswahl zeigt einzelne Stationen; sie ist keine vollständige Vereinsgeschichte.
Die Jahreszahl im Gildenamen erinnert an die Stadtgründung. Sie ist kein Beleg für ein lückenlos dokumentiertes Bestehen der heutigen Schützengilde seit 1244.
Chronik S. 5–10Die älteste in der Chronik genannte erhaltene Nachricht zum Neustädter Vogelschießen.
Chronik S. 25Auf dem Rathaus wird die Wiederaufnahme des Vogelschießens gewünscht.
Chronik S. 26Erwerb des Geländes zwischen Galgenberg und Poppenberg.
Chronik S. 70Die grüne Tracht wird eingeführt; zuvor trug man Zylinder und Gehrock.
Chronik S. 91Erneute Zusammenkünfte, Vereinsgründung und Wiederaufnahme des Vogelschießens.
Chronik S. 89–91Die Satzung verbindet Traditionspflege, Bürgersinn, Schützenbrauchtum und Schießsport.
Chronik S. 91Damals & heute


Wussten Sie schon?
Vor der Einführung der grünen Tracht trug man Zylinder und Gehrock. Auch ein vertrautes Erscheinungsbild hat also seine eigene Geschichte.
Chronik S. 91
Generationen
1828 wurde das Neustädter Kindervogelschießen wieder ins Leben gerufen. An dem damaligen Fest nahmen 45 Jungen teil. Die Geschichte des Kinderfestes ist eine eigene Entdeckungsreise wert.
Chronik S. 116
Unser Selbstverständnis
Die Satzungsfassung von 1964 nennt Traditionspflege, Bürgersinn, Schützenbrauchtum und die Förderung des Schießsports. Ein historischer Gedanke mit Verbindung zur Gegenwart.
Chronik S. 91 · Historische Satzungsfassung
Weiterlesen in der Originalchronik
Diese Geschichten sind eine Auswahl aus der Chronik von Johannes Hugo Koch aus dem Jahr 1994. Die vollständigen Texte, Abbildungen und Zusammenhänge finden Sie im digitalen Blätterbuch.
Chronik öffnen →Historische Angaben nach der Chronik von 1994. Die Bezüge zum heutigen Gildeleben sind redaktionelle Ergänzungen.