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Handwerk · Geschichte · Verbundenheit

Unser
Silberschatz.

Jahrhunderte in Silber bewahrt. Unsere Becher erzählen von Handwerksämtern, Stiftern und Menschen, die mit der Gilde verbunden sind.

Unser Silberschatz · Gesamtansicht
Vergrößerte Übersicht des Silberschatzes mit den Jahreszahlen der Becher

Der Silberschatz im Überblick · Die Jahreszahlen stehen unter den einzelnen Bechern.

Seit 1498

Mehr als Silber.
Erinnerung an Menschen.

Der Kalandsbecher von 1498 wird im überlieferten Verzeichnis als ältester Becher genannt. Ihm folgen Werke aus vielen Jahrhunderten – darunter Stiftungen der Bäcker, Schneider, Schuster, Leineweber und Schmiede.

Gravierungen, Widmungen und Handwerkszeichen machen die Becher zu Zeugnissen der Neustädter Stadt- und Gildegeschichte.

Bildband & Archiv

Der Silberschatz.
Seite für Seite.

39 Archivseiten mit Objektfotos, Detailaufnahmen und historischen Texten. Hier kannst du die Dokumentation direkt online lesen.

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Ausgewählte Stücke

Die Geschichte im Detail.

um 1602Becher der Bäcker-Innung

um 1602 · Handwerk und Stiftung

Becher der Bäcker-Innung

Der kleine vergoldete Silberbecher (12cm hoch) weist das Zeichen des Lübecker Goldschmieds Claus Jeger auf, der 1602 Meister wurde. Die reiche Gravierung zeigt eine Landschaft mit Häusern und Tieren. Die Inschrift lautet: DAT.EHRLJKE BECKER. AMPT – D. E. R. V. (dem ehrbaren Rat verehrt), darunter ein Schild mit den Bäckerzeichen: Kringel und Dreitimpen, einem dreieckigem Brot. Es ist keine Jahreszahl vorhanden. Anscheinend ist diese Inschrift erst später, nach Gravierung der Landschaft, angebracht, da sie letztere stellenweise überdeckt. Das Stiftungsdatum würde dann zu den Daten der anderen Handwerksämter passen

1650Becher der Schneider-Innung

1650 · Handwerk und Stiftung

Becher der Schneider-Innung

Der achteckige vergoldete Silberbecher (18,5 cm hoch) mit den drei Granatäpfelfüßen zeigt auf den reich gravierten Flächen barockes Blattwerk sowie Männer und Frauen in Modetracht; außerdem einen Totenkopf mit der Mahnung: ES IST ALLES GANZ EITEL HEUTE ROOT MORGEN TOET. Die Inschrift lautet: AN EINEN EHRBAREN WOLWEISEN RAHT DIESEN BECHER DAS AMPT DER SCHNEIDER VOREHRET ANNO 1650. Es ist eine Arbeit des Lübecker Goldschmieds Johann Martens, 1642 Meister wurde.

1662Becher der Schuster-Innung

1662 · Handwerk und Stiftung

Becher der Schuster-Innung

Der zwölfseitige Silberbecher (15,5 cm hoch) trägt die Widmung: „DAS AMPT DER SCHVSTERS VEREHRET DIESES GESCHMIDE EINEN EHRBAREN HOGWOLEISEN RAHT IN NIESTADT 1662.

1662Becher der Leineweber

1662 · Handwerk und Stiftung

Becher der Leineweber

Die Wandung dieses 11,5 cm hohen Silberbechers ist mit großen Blättern und Blüten in Treibarbeit geschmückt. Die Inschrift lautet DIESEN BECHER HADT AMT DER LINWEFERS VEREHRET ANNO 1662. Darunter befindet sich das Handwerkswappen der Leineweber: drei Webeschiffchen, in Dreiecksform gestellt, umschließen drei Flachsblüten darüber eine Krone. 1661 war dem Amt eine neue Rolle vom Rat verliehen worden. Daher ist anzunehmen, dass der Becher dem Rat verehrt wurde, obwohl die Inschrift es nicht ausweist. Verfertiger war der Lübecker Goldschmied Michael Winter.

1663Becher der Schmiede

1663 · Handwerk und Stiftung

Becher der Schmiede

Der 17 cm hohe Silberbecher trägt ähnliche Treibarbeit wie der des Leineweberamtes. Unter dem Boden steht: DIESEN BECHER HAT EIN AMPT DER SCHMIEDE VER EHRET AO 1663. Bodeninschrift des Schmiedebechers. Die Schmiede erhielten 1662 eine neue Amtsrolle. Sie wählten für den vom Lübecker Meister Peter Nordtman gefertigten Becher die gleiche Form und Verzierung wie beim Weberbecher, wollten durch die Größe aber wohl diese übertrumpfen. Die gekrönte Schlange im Berufswappen zeigt an, dass die Schmiede einst Meister in der Tierarzneikunst waren.

Das überlieferte Verzeichnis

Becher und ihre Stifter.

Die 37 Einträge und ihre Reihenfolge stammen von der bisherigen Gildeseite. Das Verzeichnis gibt den dort veröffentlichten Stand wieder; die Nummern beziehen sich auf diese Liste.

37 von 37 Einträgen

  1. 01

    Kalandsbecher von 1498 (ältester Becher)

  2. 02

    Reifbecher ca.1500

  3. 03

    Fünfpassbecher ca. 1500

  4. 04

    Pokal der Bäcker Innung ca. 1602

  5. 05

    Pokal der Schneider Innung ca. 1650

  6. 06

    Doppelbecher-Oberteil Reimers 1653

  7. 07

    Doppelbecher-Unterteil Reimers 1653

  8. 08

    Becher der Schuster-Innung 1662

  9. 09

    Becher der Leineweber 1662

  10. 10

    Schmiede-Innungs Becher 1663

  11. 11

    Fischeramts-Becher 1687

  12. 12

    Goldener Apfel von 1730

  13. 13

    Senator Fischer Becher 1803

  14. 14

    Kanzleirat Romundt Becher von 1841

  15. 15

    Reysisch-Becher 1862

  16. 16

    Oberst Völkers Becher von 1919

  17. 17

    Becher der Kaufmannsschaft 1924

  18. 18

    Becher der Gastwirte 1925

  19. 19

    Bürgermeister Reher-Becher 1927

  20. 20

    Becher von August Ludwig 1928

  21. 21

    Becher von Hans Severin 1951

  22. 22

    Jubiläumsbecher 125 J. von Fa. Wein-Hoff 1956

  23. 23

    Becher von Kapellmeister Klahn 1959

  24. 24

    Becher von Ehrenvorstand Dr. W. Kaeselau 1975

  25. 25

    Becher von Vogelbauer Johannes Jäger 1975

  26. 26

    Becher von Kommandeur Major Günter Schulz 1979

  27. 27

    Becher von Hpt. Rudolf Ehlers 1983

  28. 28

    Becher von E. A. Witt, Fa. Schlüter 1988

  29. 29

    Jubiläums Becher von Hans Schlosser, Hotel Eos 1988/89

  30. 30

    Becher von Wehrführer Hans Erwin Jaekel v. 1990

  31. 31

    Königinnenpokal – gest. von „Die Zwölf“ 1996 (12er Gruppe um Hartmut von Halle)

  32. 32

    Chargiertenbecher (Haase-Concerting Hasselburg) 1999

  33. 33

    Becher von Ehrenvorstand Horst Colschen v. 2000

  34. 34

    Becher von Vorstandsmitglied a.D. und König Jürgen Schnoor 2003

  35. 35

    Jubiläumsbecher 50 J. Fa. Haase von 1959 (Leihgabe)

  36. 36

    Becher von Ehrenbürger Albert Haase von 1937 (2005)

  37. 37

    Becher von Vorstandsmitglied a. D. Albert Haase – König 2016

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